Hier finden Sie alle Konzerte, die 2013 stattgefunden haben.

 

Sommermatinée

Sonntag, 23.Juni 2013, 11.00 Uhr in der Genossenschaftskellerei Heilbronn

Es spielten Kammermusikensembles von Musikschulen und Privatmusiklehrern der Region:

Gottfried Fassbinder: Ankunft  -  Jugendsinfonieorchester der Städtischen Musikschule Weinsberg

Joseph Haydn: Violinkonzert C-Dur 1. Satz  -  Benedikt Schubert und das Jugendsinfonieorchester der MSW

Wolfgang Amadeus Mozart: Streichquartett C-Dur KV 157 1. Satz  -  Anna Unbehauen, Miriam Mandel, Luca Schuch, Maike Schmidt

Johann Sebastian Bach: Konzert für 21 Violinen d-Moll 1. Satz  -  Friederike von Bülow, Tabea Dietrich mit Marius Sommer, Violoncello

Felix Mendelssohn-Bartholdy: Sinfonia X h-Moll, Adagio und Allegro  -  Jugendsinfonieorchester der MSW

Vittorio Monti: Csardasz  -  Jan Michael Vais, Violine und Marco Floris, Gitarre

Michael Jeckson: Smooth criminal (arr. J.M.Vajs)  -  Jan Michael Vajs´, Violine und Marco Floris, Gitarre

Paul Harvey: Puerto Ricean Suite (I-III)  -  Klarinettenensemble der Städt. Musikschule Heilbronn (Laura Jesser, Sophia Haller, Louisa Perry, Luisa Wagner, Nina Kruse, Wanda Rühlich, Mathias Weis-Banaszczyk)

 

Benedikt Schubert mit Orchester bei Haydns Violinkonzert

Auf der Vereinsseite der Heilbronner Stimme war am 11.07.2013 über dies Konzert zu lesen:

Erstaunlich, was jugendliche Kammermusiker zu leisten vermögen: Zu diesem Schluss kamen die Zuhörer, die bei der Sommermatinée der Jungen Orchesterakademie der Region Franken bei einem Glas Wein in der Genossenschaftskellerei Heilbronn jungen Geigern der Musikschulen Weinsberg und Unterer Neckar lauschten. Sie anerkannten das präzise Zusammenspiel und die sichere Intonation in den Ensembles und die reife Interpretation des Solisten Benedikt Schubert, Violine, beim Violinkonzert C-Dur von Joseph Haydn. Selbst die Jüngsten wuselten sich bewundernswürdig sicher durchs Bachs Konzert für zwei Violinen, begleitet anstelle des Orchesters durch ein Cello. So richtig "mitgehen" konnten die Besucher dann im Crossover-Teil. Auch in der ungewöhnlichen Besetzung Violine/Gitarre (Jan Michael Vajs und Marco Floris) riss der bekannte Csardazs von Monti von den Stühlen. Das eigene Arrangement von Michael Jacksons "Smooth Criminal" begeisterte. Für den stimmigen Abschluss sorgte ein Klarinettenensemble der Städtischen Musikschule Heilbronn mit lateinamerikanischen Rhythmen (Paul Harvey: Puerto Ricean Suite).

 

Akademiekonzert

Freitag, 04. Oktober 2013, 19.30 UhrAkademiekonzert unter der Glaspyramide der Kreissparkasse Heilbronn

 Programm:

  • Joseph Haydn: Ouvertüre zu L'isola disabitata, Hob. XXVIII:9

  • Charles Camille Saint-Saens: "Introduction et Rondo capriccioso" op. 28 für Violine und Orchester

  • Maurice Ravel: "Tzigane" Rhapsodie für Violine und Orchester

  • Ludwig van Beethoven                                                                                                                                                                                                                                                                                                               Sinfonie Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55, "Eroica"

Solistin:

Nanna Koch, Violine

Generalprobe zu diesem Konzert  am Freitag, 06. September 2013, 19.30 Uhr,   in der Hildthalle in  Weinsberg.

Vorkonzerte am Freitag, 13. September 2013, 19.30 Uhr in der Saline in Offenau, und am

Sonntag, 15. September 2013, 18.00 Uhr auf Schloss Assumstadt.

 

Der Kritiker der Heilbronner Stimme Ulrich Enzel schrieb am 7.10.2013 unter der Überschrift:

"Schwungvolles Bewegtsein unter der Pyramide":

Heilbronn  Gut 70 zum gemeinsamen Musizieren zusammengeführte junge Menschen: Allein schon die Begegnung mit dieser vital sich ständig erneuernden Jungen Orchesterakademie der Region Franken (JOA) lohnt den Konzertbesuch, obgleich die Guckkasten-Bühne nach dem Umbau der Kreissparkassen-Pyramide die Streicher bedauerlicherweise im Parterre verschwinden lässt. Mehr noch sind es die musikalischen Qualitäten dieses Ensembles, die den Saal füllen: Vom ersten Augenblick an elektrisiert Joseph Haydns fast harmlose Ouvertüre zu "L'Isola disabitata". Man spürt, wie intensiv Dirigent Michael Böttcher an Details gefeilt hat, die nun sein klares, gestenreiches, impulsives Dirigat in langen Melodiebögen hervorzaubert.

Professionell  Die "Jungen Wilden" fühlen sich sichtlich wohl. Und wenn es dann noch gelingt, die Geigerin Nanna Koch intonationssicher, klug reflektierend zu begleiten, ist das eine professionell reife Orchester-Leistung. Welche Impulsivität, welch jedes Detail luzid erklärendes Interpretieren geht von dieser Solistin aus. Weder bei Camille Saint-Saens eindringlich erzählenden "Introduction et Rondo capriccioso" noch im Umsetzen der dramatisch-expressiven Zigeunertänze "Tzigane" von Maurice Ravel setzt Nanna Koch auf Effekte. Sie durchleuchtet klug den Reichtum der Partitur und setzt diese um in vielfarbigen Klangreichtum. Und das Orchester lässt sich von ihrem makellos alle technischen Schwierigkeiten meisternden Spiel zu gleichrangig lebendigem Dialog animieren.

Glasklar  Darf man sich mit einer JOA an Beethovens 3. Sinfonie, die "Eroica", wagen? Michael Böttcher führt die jungen Instrumentalisten nicht nur hin zu diesem epochalen Werk. Großartige Qualitäten mehr noch der Bläser als der Streicher erlauben ihm, eine ganz eigene, sinnhafte Interpretation umzusetzen. Da geht es mit beschwingtem Tempo in den ersten Satz, alle großen Bögen werden umgesetzt, alle Ideenreichen Details ausmusiziert. Selbst diese heiklen Streicherpassagen des zweiten Satzes: präzise, glasklar. Und wenn Beethovens Musik im 3. und 4. Satz immer mehr zum Jubel mutiert, folgen die Musiker in eine Begeisterung, die sich dem Publikum überträgt. Jubelnder Beifall. Gäbe es die JOA noch nicht, man müsste sie erfinden.

Über die Generalprobe las man in "Sulmtal.de" bzw. im Weinsberger "Blättle":

"... Mehrfach mussten noch Stühle für die Zuhörer herbeigeschafft werden. Michael Böttcher erläuterte vorab jedes Stück und wies auf seine Besonderheiten hin. "in der Ouvertüre spürt man die Einöde, die stürmische Überfahrt und mehr - hören Sie genau hin", versprach er einen Hörgenuss, der bis zum Abwinken des Dirigenten nach der Hälfte des Stücks anhielt. Die jungen Musiker, zur Hälfte Musikschüler, ein Viertel Studenten und ein Viertel Profis, versprühten einen wahren Klangzauber. Nanna Koch bewies ihr fantastisches Können als Soloviolinistin bei dem im spanischen Stil komponierten Konzertstück von Saint-Saens und vor allem in der ungarischer Zigeunermusik nachempfundenen Tzigane von Ravel. Virtuos meisterte sie die rund fünf Minuten dauernde Eingangskadenz des Tzigane. Nach der Pause erklangen Teile aus Beethovens Eroica. Eine gelungene Generalprobe, die Appetit machte auf eines der drei folgenden Konzerte mit dem ungekürzten, neu erarbeiteten Programm der jungen Orchesterakademie."

"Geradezu mitreißend und begeistern gelangen die beiden Werke für Solovioline und Orchester....Nanna Koch, Konzertmeisterin des Württembergischen Kammerorchesters Heilbronn fesselte und betörte gleich mit den ersten Tönen Publikum und Orchester...."

 

Kammermusik und Wein 2013

Am Samstag, 09. November 2013, 19.30 Uhr musizierten   im Kellereiraum der Genossenschaftskellerei Heilbronn-Erlenbach-Weinsberg (Binswanger Str., 74076 Heilbronn) unter dem Motto "Kammermusik und Wein" bei Kerzenschein im stimmungsvollen Ambiente des Maischeabtropfraums der Kellerei neben Weintanks Kammermusikgruppen der JOA.

Programm:

W. A. Mozart: Quintett Es-Dur für Horn, Violine, 2 Violen und Violoncello KV 407

J. S. Bach: Brandenburgisches Konzert Nr. 6, B-Dur für 2 Bratschen, 2 Gamben, Violoncello und Bass

Carl Stamitz: Duo B-Dur für Viola und Violoncello

Francois Deviénne: Quartett für Fagott und Streichtrio D-Dur

 

Maylin Traub beim Fagott-Quartett von Devienne

 "Ich habe mich schon den ganzen Tag auf dieses Stück gefreut", sagte Michael Böttcher, musikalischer Leiter der JOA, in seiner Ankündigung des Höhepunkts des Kammermusikabends am 9.November in der Genossenschaftskellerei: Mozarts Hornquintett Es-Dur, in dem Hornist Felix Baur - sicher und klangschön von 4 Streichern begleitet - mit samtenen Ton und perlenden Läufen die Zuhörer begeisterte. Kellereivorstand Justin Kircher fehlten anschließend die Worte: "Wau!!!" - mit gefühlten 3 Ausrufezeichen - gab er überwältigt seine Eindrücke wieder. Ihm sei klargeworden, warum die JOA so gern im Maischeabtropfraum  musiziere: "Die Akustik ist fantastisch und kommt gerade den Bläsern entgegen". Das bestätigte sich schon im einleitenden Fagott-Quartett von Devienne, in dem sich der Fagottklang von Lisanne Traub im Zusammenwirken mit den Streichern prächtig entfaltete. Auch die weiteren Stücke boten Besonderes: Das Duo von Stamitz und das 6. Brandenburgische Konzert von Bach kommen ohne die Violinen aus, was das Klangvolumen in diesem Raum nicht beeinträchtigt. Viel Beifall aus dem vollbesetzten Zuhörerraum für die stimmungsvolle Darbietung bei Kerzenschein mit Snacks und Wein. Gut, dass Justin Kircher vorsorglich Premiumweine ausgesucht hatte, deren Qualität zum akustischen Genuss passte.

 

Weihnachtskonzert 26.12.2013, 17.00 Uhr im Schießhaus Heilbronn

Programm:

Felix Mendelssohn-Bartholdy: aus der Sinfonie Nr. IX, C-Dur für Streicher: Andante

Alessandro Rolla:  Duo Nr. 2 Bl 243 für Violine und Violoncello: Andante

George Onslow: aus dem Quintetto in F-Dur für Bläserquintett: I. Allegro non troppo

Carl Stamitz: Duo C-Dur für Viola und Violoncello:  I. Allegro

Robert Rönnes, 4 Duos für Kontrafagott und Kontrabass, I. Petite Scherzo, II. Elegie,  III. Tango,  IV. Alla Espagnola

Johann Sebastian Bach: Brandenburgisches Konzert Nr. 6 B-Dur, I Allegro,  II. Adagio ma non tanto,  III. Rondo 

 

 Michael Bänsch und Marius Sommer beim Stamitz

Unter der Bezeichnung "Weihnachtskonzert" veranstaltete die Junge Orchesterakademie der Region Franken am 26.12.2013 ihr traditionelles Kammerkonzert zum Jahresabschluss im Schießhaus Heilbronn. Die gute Akustik in diesem festlichen Saal und die große Zuhörerzahl wirkten sich ersichtlich fördernd auf die Spielfreude der meist jugendlichen Mitwirkenden aus. Sowohl das Bläserquintett, das ein rhythmisch anspruchsvolles Allegro aus dem Quintetto in F-Dur von George Onslow ausgewählt hatte, als auch die verschiedenen Streichergruppen ernteten viel Beifall mit den gut eingeübten und ansprechend präsentierten Werken (Felix Mendelssohn-Bartholdy, Andante aus der Streichersinfonie Nr. IX C-Dur; Alessandro Rolla, Andante aus dem Duo Nr. 2 für Violine und Violoncello; Carl Stamitz, Allegro aus dem Duo C-Dur für Viola und Violoncello; Johann Sebastian Bach, Brandenburgisches Konzert Nr. 6 B-Dur). Für den heiteren Höhepunkt sorgte das „Ensemble T!efpunkt“, ein Duo in der ungewöhnlichen Besetzung  mit Kontrafagott und Kontrabass, mit vier spritzigen Duos von Robert Rönnes (*1959).